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INTERVIEW MIT WERNER SALOMON

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Als Junge faszinierte es ihn, Wolken zu fotografieren. Später wurde er ein renommierter Berliner Tanzfotograf. Inzwischen befindet er sich im Ruhestand und leitet mit viel Engagement die Fotogruppe im Seniorenclub Herthastrasse. Wir sprechen mit Werner Salomon über sein Leben mit der Kamera.  

 

Herr Salomon, verraten Sie uns doch bitte welches Ihre erste Kamera war?

 

Es war eine Balgenkamera von meinem Vater.

 

 

Sie haben mit 13 Jahren angefangen zu fotografieren. Was hat Sie damals an der Fotografie gereizt?

 

Mich haben Wolken fasziniert, die ich vom Dach unseres Miethauses fotografiert habe. Ich fand aber auch die Technik des Geräts spannend.

 

 

Wie ist von dort aus Ihr Werdegang zu einem renommierten Berliner Tanzsportfotografen verlaufen?

 

Ich hatte schon viele verschiedene Bereiche fotografiert, ehe ich als Deutschhallen-Fotograf alle Veranstaltungen, wie z.B. das CHI Reitturnier oder Menschen Tiere Sensationen und die vielen Rock- und Popkonzerte, dokumentierte. Dabei gefielen mir die Tanzturniere besonders gut.

 

Es war eine rechte Herausforderung: nicht nur die üblichen Schwierigkeiten mit komplizierten Lichtverhältnissen, schnellen unverhofften Bewegungswechseln und glitzernden Paillettenkleidern, sondern man musste auch die Kunst beherrschen die Gesichter der Paare möglichst gleichzeitig aufs Bild zu bekommen. Es ist Sport-, Hallen- und Bewegungsfotografie. Natürlich gefiel es mir, attraktive Tänzerinnen und Tänzer abzulichten. Letztlich liefern Menschen ja immer die interessantesten Motive.

 

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Heute sind Sie Gruppenleiter der Fotogruppe im Seniorenclub Herthastrasse. Wie ist es dazu gekommen? Was ist Ihnen besonders wichtig, den Teilnehmern Ihres Seminars mitzugeben?

 

2012 wurde ich 80 Jahre alt und vom Bezirksbürgermeister Naumann in den Seniorenclub eingeladen. Natürlich nahm ich eine Kamera mit und überreichte später der Clubleiterin Maud Meinel einige Bilder. Eine Woche später bot sie mir die Leitung der Fotogruppe an.

 

Meine Zielsetzung ist es, die Freude der Senioren bei den über 60 Aktivitäten des Clubs – von Yoga über Sprach- und Malkurse bis Tanzen – in den Bildern rüberzubringen und dies versuche ich auch meiner Gruppe zu vermitteln. Fotografieren bedeutet ja nicht nur die Technik der Kamera zu bedienen und zu beherrschen, sondern auch mit den Menschen vor der Kamera richtig umzugehen, sie ein bisschen zu führen, ihre Hemmungen als „Fotomodell“ abzulegen und klar machen, was ein Fotograf für ein aussagekräftiges Bild braucht. Wer bisher nur Familie, Urlaub und feststehende Motive fotografiert hat, muss sich manchmal ganz schön überwinden. Ausserdem müssen meine Teilnehmer sich an den Ausstellungen und deren Vorbereitung beteiligen. Dafür wird keine Kursgebühr erhoben, ich selbst arbeite ehrenamtlich.

 

Weil wir naturgemäß nicht die Jüngsten sind, gibt es auch immer wieder Ausfälle, deshalb suchen wir gerade jetzt wieder interessierte Hobbyfotograf(innen). Was ich vorraussetze ist, die Beherrschung der eigenen Kamera, denn wir wollen unsere Zeit vor allem für die „Schule des Sehens“ nutzen. Natürlich gebe ich immer gern Ratschläge aufgrund meines jahrzehntelangen Fotolebens.

 

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Sie werden in Ihrer Fotografen-Karriere sicherlich vieles an Kameratechnik ausprobiert haben. Womit fotografieren Sie heute und weshalb?

 

Ich habe Kameras von fast allen namhaften Herstellern gehabt, von Voigtländer bis Leica. Heute fotografiere ich mit der Olympus OM-D E-M1. Die Leistung der Objektive gehört zur Weltspitze und sie sind für mich auch nicht zu schwer.

 

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Gibt es von Ihrer Fotogruppe auch Ausstellungen zu sehen? Wenn ja, wie werden diese organisiert und wann wird es die nächste zu sehen geben?

 

Zum Jahresende zeigen wir im großen Saal in einer Ausstellung einen Querschnitt von den Veranstaltungen des Jahres, etwa 70 Fotos. Im Vorraum sind etwa 20 Fotos zu selbst gewählten Themen zu sehen. Zur Zeit zeigen wir „Kunst am Bau“. Besonders gut kam die vorherrige Ausstellung an: „Tiere sehen dich an“. Das Foto eines kleinen Spatzenjunges durfte auf energischen Wunsch vieler Besucher nicht mehr abgehängt werden.

 

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Gibt es einen Ort in Berlin, an dem Sie besonders gerne fotografieren und zu dem Sie immer wiederkehren?

 

Es gab viele Lieblingsorte und Lieblingsmotive: meine Frau, fliegende Libellen in der schwedischen Wildnis und nicht nur Tanzsport, sondern auch Orientalischen Tanz, Bollywood, Jazz- und Modern Dance. Da ich dieses Jahr 85 werde, wird es ein wenig ruhiger und das Leben im Club mit seinen vielen Senoirinnen füllt mich ganz aus.

 

Haben Sie Interesse bekommen an der Fotogruppe des Seniorenclubs Herthastraße teilzunehmen? Die Clubleitern Maud Meinel gibt Ihnen gern weitere Auskunft unter der 030-8917295 oder herthastrasse@wilmstift.de. 



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