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INTERVIEW MIT MICHAEL SCHNABL

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In unserem Interview spricht der Fujifilm X-Photographer Michael Schnabl zum Thema High-End-Portraitfotografie und wie wichtig es ist, Rückmeldung zu seinen Fotografien zu erhalten. Natürlich verrät er unseren Lesern auch ein paar einfache, aber relevante Tipps, um die eigene Portraitfotografie zu verbessern!

 

Guten Tag, Michael! Was war deine erste Kamera?

 

Meine erste Kamera bekam ich so mit 7 oder 8 Jahren von meiner Großmutter. Es war ein sehr einfaches Gerät mit Mittelformat-Rollfilm. Mit ca. 16 Jahren kaufte ich mir mit meinem ersten Geld eine Praktika Spiegelreflex Kamera, mit der ich in den darauf folgenden Jahren Tonnen von Diafilm belichtete.

 

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In deiner Fotografie findet das Portrait einen besonderen Stellenwert. Was ist für dich besonders wichtig bei der Portraitfotografie?

 

Hier zählt für mich der Fokus auf die Person. Portraitfotografie ist für mich ein interaktiver Prozess zwischen zwei Personen. Ein Portrait sagt genau so viel über den Fotografen aus, wie über die portraitierte Person. Ein gutes Portrait hat Seele und ist nicht nur ein rein technisches Abbild.

 

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Auf unseren FOTOTAGEN 2018 warst du zusammen mit Fujifilm zu Gast, um deine Live-Modellshootings anzubieten. Was konnten die Besucher in deinen Workshops lernen?

 

Ich habe zwei einfache One-Light-Setups erklärt und gezeigt, auf was man im Studio bei den Kameraeinstellungen achten muss. Ich habe in dem Zusammenhang auch die Besonderheiten von spiegellosen Kameras, wie z.b. den Fujifilm X-Modellen, verdeutlicht.

 

Am Ende hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, mit seiner Kamera oder evtl. einer Leihkamera ein paar tolle Studioportraits zu schießen, um eine schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen zu können.

 

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Erzähl uns welche Kameras du von Fujifilm benutzt und weshalb Fujifilm die Marke deiner Wahl ist?

 

Ich benutze manchmal die Mittelformat Kamera GFX 50R, aber derzeit meistens die Fuji X-T3. Sie liegt einfach so hervorragend in der Hand und die Bildqualität ist für 98% aller Einsatzzwecke mehr als ausreichend. Ich konnte bereits die X-T4 testen, ein Wahnsinnsteil.

 

Auf Reisen bin ich sehr gerne mit der X-T30 unterwegs. Hier ist die kompakte Bauweise von großem Vorteil - die X-T30 mit dem Pancake XF 27mm ist für mich die perfekte Streetphotography-Kombination.

 

Fuji bedeutet für mich Freude am Fotografieren und Freude am coolen Vintage Design. Ich mag das Bedienkonzept mit den Einstellrädern. Die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben und kann mit vielen Vollformatkameras mithalten, mit dem Vorteil kompakterer Objektive.

 

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Die Besucher der FOTOTAGE hatten außerdem die besondere Gelegenheit, während unserer Portfolio Reviews bei dir zur Bildbesprechung vorbeizuschauen. Wie wichtig ist es deiner Meinung nach, sich Rückmeldung zu seinen eigenen Bildern geben zu lassen und wem sind solche Angebote besonders zu empfehlen?

 

Ich denke, Feedback das ehrlich und konstruktiv ist, kann fast jedem helfen, den nächsten Level in seiner Fotografie zu erreichen. Oft sieht man gewisse Dinge nicht, bis jemand kommt und darauf hinweist. Oft hilft ein kleiner Tipp, um Bilder in Zukunft besser zu gestalten.

 

Ich gehe bei Bildbesprechungen, neben technischen Aspekten, immer sehr stark auf die Geometrie im Bild ein, als auch auf die Harmonie der Farben und den Umfang der Tonwerte, wenn es ein SW-Bild ist. Bei Portraits ist natürlich auch der Ausdruck der Person sehr entscheidend. Ich denke, jeder der ehrlich bereit ist sich auf Feedback einzulassen, kann davon profitieren.

 

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Vielen Dank, zum Abschluss… welchen einfachen, aber wirkungsvollen Tipp hast du für unsere Leser, um ihre Portraitfotografie zu verbessern?

 

In einer Portrait-Session ist es wichtig, mehr bei der Person, als bei der Kamera zu sein. Alle technischen Einstellungen sollten sitzen und deshalb sollte man sich nicht zu viel abverlangen. „Keep it simple“ ist keine leere Phrase, wenn es um Portraits geht.

 

Ein Fotograf, der nur damit beschäftig ist, seine drei Blitze in den Griff zu bekommen und dabei nicht bemerkt, wie sich die zu portraitierende Person langweilt, wird keine tollen Ergebnisse erzielen. Deshalb sollte man technische Geräte nicht erst beim Shooting erproben, sondern in Ruhe vorher – und das Schritt für Schritt.

 

Ich würde empfehlen mit natürlichem Licht zu starten und hier zu lernen das Licht zu beurteilen. Wenn das gut klappt, kann man sich natürlich in weiterer Folge einen Blitz mit einer Softbox kaufen. Damit hat man für fast alle Porträt-Situationen eine tolle Ausstattung. Um Licht besser beurteilen zu lernen, macht es Sinn großartige Portraits von Meisterfotografen anzusehen. Nach kurzer Zeit wird man in der Lage sein in den Bildern zu erkennen, wie das Portrait beleuchtet wurde. Das wiederum ist der Schlüssel zu eigenen grandiosen Bildern.



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