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INTERVIEW MIT MARTIN BISSIG

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Wir freuen uns, den Canon Ambassador Martin Bissig am 29. und 30. Mai remote auf unserem ersten SCHAU! Wochenende zu Gast zu haben. Was euch in seinen Webinars „Extrem unterwegs – Hinter den Kulissen der besten Outdoor-Bilder“ und „Entfesseltes Blitzen mit Highspeed Sync – powered by Canon“ erwartet und interessante Details zu seiner einzigartigen Tour zum Concordiaplatz im Norden Pakistans, erfahrt ihr in unserem Interview.

 

 

Hallo Martin, was war deine erste Kamera und wie bist du zur Fotografie gekommen?

 

Interessanterweise war meine erste Kamera eine Canon T 90. Ich kann mich noch so genau daran erinnern, weil es die Kamera meines Vaters war. Mein Vater war damals Chefredakteur bei einer Zeitung und somit wurde mir die Fotografie sozusagen in die Wiege gelegt.

 

Wir hatten bei uns zu Hause im Keller ein Schwarz-Weiß-Labor und schon vor meinem zehnten Lebensjahr habe ich meinem Vater geholfen, die Schwarz-Weiß-Filme zu entwickeln. Mit 13 Jahren hatte ich dann schon die ersten Aufträge, als freischaffender Fotograf für die Zeitung. Ich habe damals meine Fotos im Labor selbst entwickeln und an die Zeitung verkaufen können. Das war mein Einstieg in die Fotografie.

 

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Vor kurzem hast du die beiden Mountainbiker Jakob Breitwieser und Gerhard Czerner auf eine Abenteuerreise hinauf zum Concordiaplatz, im Norden Pakistans, auf 5700 m Höhe begleitet. Wie kommt man auf so eine Idee und wie bereitet man sich darauf vor?

 

Die Idee nach Pakistan zu reisen, kam nicht von mir, die kam von meinem Freund Gerhard. Den habe ich schon oft auf Expeditionen begleitet. Die Tour, in den Norden Pakistans mit dem Mountainbike zu reisen, war ein langer Traum von ihm.

 

 

Wie man sich auf solch ein Unternehmen vorbereitet? Nun, da gibt es zwei oder drei verschiedene Aspekte.

 

Da ist zum Einen die körperliche Vorbereitung. Das heißt, man muss physisch fit sein, um die Strecke über mithalten zu können. Sonst bringt einem das schönste Abenteuer nichts.

 

Das Zweite ist dann ganz bestimmt, die Auswahl des geeigneten Equipments. Ich bin in der Regel sehr minimalistisch unterwegs, weil ich meine ganze Ausrüstung über Wochen durch die Berge schleppen muss. Es gilt für mich also eher klein und leicht unterwegs zu sein. Da zählt teilweise jedes Gramm. Ein weiteres Objektiv, aus purem Luxus mitzunehmen, versuche ich tunlichst zu vermeiden.

 

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Was hast du dir bei dieser Reise in Bezug auf die fotografische Ausrüstung für Gedanken gemacht und für welche Produkte hast du dich am Ende entschieden?

 

Als Canon vor zwei Jahren die EOS R & RP herausgebracht hat, war für mich klar, dass spiegelose Kameras für mich die Zukunft sind. Sie sind um einiges kleiner und leichter, als eine Spiegelreflexkamera.

 

Außerdem war es Canon dadurch möglich, eine Auswahl an kleineren und leichteren Objektiven zu bauen. Für mich ist das ideal, um genau auf solchen Expedition wie in Pakistan, mit weniger Gewicht, aber gleicher Qualität unterwegs zu sein.

 

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Mir ist es sehr wichtig, wenn ich auf Expedition unterwegs bin, dass ich nicht die Objektive wechseln muss. Erstens habe ich dazu nicht die Zeit, zweitens habe ich oft dicke Handschuhe an und drittens gibt es da Schnee, Wind, Regen, Staub usw. Es gilt zu vermeiden, Schmutz oder Feuchtigkeit in die Kamera eindringen zu lassen.

 

Auf dieser Tour hatte ich zwei spiegellose EOS Gehäuse mit dabei, mit je einem Objektiv. Auf der einen saß das 11-24mm EF Objektiv, auf der anderen das 24-240mm RF Objektiv. Jetzt mag man denken, dass das 24-240mm keine Granate ist, was die Qualität anbelangt und natürlich kann es nicht mit einer Festbrennweite oder den Prime Linsen von Canon mithalten, das stimmt. Trotzdem war ich super froh, genau dieses Objektiv auf dieser Expedition dabei zu haben. Ich konnte so mit einer Kamera den gesamten Bereich von 24-240 mm abdecken und hatte zusätzlich, mit der zweiten Kamera, noch ein Weitwinkel bzw. Ultraweitwinkel zur Verfügung. Am Ende war für mich Form und Gewicht ausschlaggebender, als die perfekte Bildqualität.

 

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Was war für dich fotografisch die größte Herausforderung und was das Highlight dieser Reise?

 

Die größte Herausforderung für mich war bestimmt, während der zwei bis drei Wochen die Kreativität und Motivation beizubehalten, um immer wieder mit der Kamera „draufzuhalten". Ich war nicht nur als Fotograf unterwegs, sondern auch als Filmer. Ich hatte also neben den zwei Canon Bodies auch noch eine Drohne und eine Actioncam mit dabei, mitsamt Mikrofon.

 

Am Ende des Tages habe ich immer noch zusätzliche Interviews gemacht, mich um Stillshots und Videos für den Sponsor gekümmert und um die Aufgabe geeignete Produktshots mitzubringen. Im gesamten Umfang war es eine Höllenaufgabe, alles unter einen Hut zu bringen.

 

Im Zusammenspiel mit den körperlichen Anstrengungen während der zwei Wochen in den Bergen, war das schon eine beachtliche Herausforderung für mich.

 

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Das Highlight war ganz bestimmt die Freundschaft zwischen mir, Gerhard und Jakob. Während der drei Wochen unter extremen Lebensbedingungen hatten wir eine Superzeit. Und das ist nicht selbstverständlich, wenn jeder für sich körperlich und psychisch sein Limit entdeckt. Dann ist es schön, zu sehen, dass man nach den drei Wochen immer noch Freund ist und Spaß hat.

 

Auch der Kontakt mit der lokalen Crew – unserem Guide, den Trägern, mit unserer gesamten Mannschaft, die wir da im Rücken hatten – war wirklich toll.

 

Visuell waren es natürlich die spitzen Berge und die Gletscher, auf denen wir uns bewegt haben. Ein Gebiet, auf dem noch nie jemand Mountainbike Fotos geschossen hat.

 

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Du wirst auf dem ersten SCHAU! Wochenende am 29. + 30. Mai für Canon mit zwei Webinaren dabei sein. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

 

Genau, ich werde zwei unterschiedliche Webinare anbieten. In einem ca. 45-minütigen Webinar zeige ich, wie man optimal mit Highspeed-Sync entfesselten Blitzen schwierige Lichtsituation in der Sportfotografie meistern kann.

 

Das zweite Webinar ist ein etwas längerer Vortrag, in dem ich die Geschichte hinter den besten Outdoor Bildern erzähle und einen Blick hinter die Kulissen wage. Ich möchte darüber sprechen, wie solche Geschichten entstehen und mit welchen Herausforderungen man konfrontiert wird.

 

Ich werde alle Teilnehmer auf eine Reise mitnehmen, um die ganze Welt. Von Pakistan, Chile, Oman, dem indischen Himalaya uvm. Währenddessen zeige ich, wie ich arbeite.

 

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Vielen Dank, zum Abschluss… welchen einfachen, aber wirkungsvollen Tipp hast du für unsere Leser, die ihr eigenes Abenteuer selbst in Bild oder Video festhalten wollen?

 

Es ist wichtig, viel rauszugehen, möglichst viel zu fotografieren und dadurch viel Praxis zu sammeln. Dabei solltet ihr viel wagen!

 

Es muss nicht immer Pakistan oder Chile sein. Ein Abenteuer kann ebenso gut vor der eigenen Haustür stattfinden. Wichtig ist nur, dass man seine Kamera dabei hat und durch seine Bilder eine Geschichte erzählt. Dazu gehört auch, ein bisschen Emotionalität in diese Geschichte reinzubringen. Das ist von meiner Seite her der wohl beste Tipp.

 

Emotionalität bringt man in seine Bilder, indem man etwas gerne tut, wenn man seine Passion abbilden kann. Mit der Zeit verbessert man sich dann automatisch.

 

 

Martin nimmt euch am 29. und 30. Mai in seinen Webinaren „Extrem unterwegs – Hinter den Kulissen der besten Outdoor-Bilder“ und „„Entfesseltes Blitzen mit Highspeed Sync – powered by Canon““ mit auf seine Reisen um die Welt und wird vieles über die Sportfotografie unter extremen Bedingungen verraten. Wir bitten um eure Anmeldung!



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