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INTERVIEW MIT LAURA ZALENGA

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Die Ausnahmefotografin Laura Zalenga war auf der SCHAU! 2017 unser Gast und hat die Besucher in ihren Bann gezogen. Laura ist ein echter Shooting Star und insbesondere für ihren ausgefallenen, kreativen Umgang mit dem Thema Selbstportrait bekannt. Ihr Arbeitsspektrum geht aber weit darüber hinaus. Wie sie zur Fotografie gekommen ist, welche Projekte sie u.a. fotografiert und einiges mehr hat sie uns vor der SCHAU! in diesem Interview verraten.

 

Wie bist du zur Fotografie gekommen und was war deine erste Kamera?

 

Tatsächlich das völlige Klischee: Mein Vater hat als er Anfang 20 war selbst fotografiert und auf dem Dachboden stand immer eine Kiste mit den tollen analogen Portraits von damals. Ich denke, das war der erste Anstoß. Aber ausschlaggebend war für mich am Ende, dass ich mich im Vergleich zu Malen, Zeichnen usw mit dem Fotografieren einfach "Zuhause" gefühlt habe. Meine Sprache gefunden hatte...

 

Erste Kamera war eine kleine Point&Shoot: Nikon Coolpix L20 :)

 

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Dein Portfolio besteht ja zu großen Teilen aus Bildern, in denen du selbst die Protagonistin bist, also Selbstportraits. Worin liegt für dich heute der Unterschied zwischen einem Selbstportrait und einem Selfie?

 

Hier kommt mein Lieblingsvergleich: Das Selfie ist das Fastfood des Fotografierens: Schneller Heißhunger auf etwas Kurzlebiges. Das Selbstportrait ist eher ein 3-Gänge-Menü: man nimmt sich Zeit, überlegt sich vorher ein Konzept, die Ausführung ist aufwendiger, aber am Ende merkt man auch, dass mehr Herzblut darin steckt.

 

Und ich meine das gar nicht wertend. Fastfood ist ab und zu völlig ok (solange für das, was man isst, keine anderen Lebewesen gelitten haben), aber es ist einfach nicht mit dem Gänge-Menü vergleichbar.

 

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Was würdest du sagen, zeigst du in deinen Bildern, einen Blick auf dich selbst, auf deine Innenwelt oder bist du eher nur Statistin, um eine bestimmte Emotion zu transportieren?

 

Auf jeden Fall beides. Es gibt Bilder, die einfach nur echt sind. Ein Blick auf mich als Laura, in denen ich wirklich ausdrücke, was mich direkt bewegt.

 

Häufiger allerdings mache ich "Nicht-ich-selbst-Portraits": Bilder in denen ich nicht Laura bin, sondern einfach ein Mädchen das eine Geschichte erzählt. Sicherlich die Geschichten sind auch irgendwie ein Teil von mir, aber sie sind kein Blatt aus meinem Tagebuch, wie die echten Selbstportraits.

 

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In deinem Projekt 1001 Strangers sammelst du Bilder von Fremden. Du schreibst, du sammelst "eine Minute von einer Person, deren Namen ich niemals kennen werde." Wo liegt hier der besondere Reiz für dich?

 

Der Reiz liegt für mich darin, sich zu überwinden etwas zu machen, was man sonst nicht einfach so machen würde. Wer spricht schon einfach so Menschen auf der Straße an. Ich mag das Gefühl aus meiner Comfort-Zone herauszutreten, mich zu trauen und in den allermeisten Fällen dafür belohnt zu werden. Durch dieses Projekt habe ich so viele tolle Unterhaltungen mit Menschen geführt, mit denen ich sonst wahrscheinlich nie ins Gespräch gekommen wäre. Es hat eine besondere Magie mit Menschen zu reden, die einen nicht kennen und in den meisten Fällen auch nicht wieder sehen werden.

 

Es scheint mir, dass du in den letzten Jahren viel herum gekommen bist. Welcher Ort ist dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?

 

Das sind wohl die Färöer Inseln gewesen. Wunderschöne Landschaft und so herrlich viel Stille. Aber besten hat mir ein Gespräch mit einem jungen Mann in meinem Alter gefallen. Er wohnt in einem abgelegenen Dorf mit 20 Einwohnern und hat mir von seinem Alltag dort erzählt. Solche Einblicke und Begegnungen sind für mich die Highlights meiner Reisen.

 

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Wir freuen uns darauf, auf der SCHAU! 2017 Vorträge von dir hören. Weißt du schon über was du sprechen möchtest?

 

Darüber wie sehr Selbstportraits und ihre Wirkung gerade in Zeiten des Selfie-Wahns unterschätzt werden. Aber auch über Inspiration, Bildbearbeitung und Geschichten von Hinter den Kulissen.

 

Wenn Sie sich Plätze für die kostenlosen Vorträge von Laura Zalenga oder einen anderen von über 100 Workshops sichern möchten... hier können Sie sich Anmeldung! >>

 

Weitere Bilder von Laura Zalenga finden Sie auf ihrer Webseite >>

 

 

 

Lauras Auftritt auf der SCHAU! 2017 wurde freundlicherweise präsentiert von Sony. Der Kontakt zu ihr ist aufgrund ihres spannenden Sony #alphaddicted Projects auf Hawaii zustande gekommen.



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