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INTERVIEW MIT DEM OLYMPUS AMBASSADOR RALPH MAN

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Nach seiner Ausbildung arbeitete Ralph Man noch einige Zeit als Tischler, beschäftigte sich jedoch intensiv mit der Fotografie. Heute ist er Profi-Fotograf und Olympus Ambassador. In unserem Interview erzählt Ralph Man unter anderem über seinen Einstieg in die Profikarriere als Autodidakt, worauf es bei Editorials zu achten gilt und weshalb er Ambassador für Olympus geworden ist.

 

 

Guten Tag Ralph, kannst du dich noch an deine Anfänge mit der Fotografie und die erste Kamera erinnern?

 

Das war natürlich alles fließend. Ganz zu Anfang habe ich mit einer uralten Spiegelreflexkamera meines Vaters fotografiert. Ich muss so um die 12 Jahre alt gewesen sein und die Kamera hatte noch nicht mal ein Objektivbajonett, sondern noch ein M42 Gewinde. Etwas später habe ich mir dann mein Taschengeld für eine Minolta X-300 zusammengespart. Das war dann meine erste eigene Kamera!

 

Als Autodidakt hattest du keine klassische Ausbildung zum Fotografen. Magst du uns erzählen, an welchem Punkt du dich dazu entschieden hast mit der Fotografie dein Geld zu verdienen und wie du dir das nötige Wissen dazu angeeignet hast?

 

Das mit dem Wissen sind zweierlei Bereiche. Technisch konnte ich zu dem Zeitpunkt schon recht gut fotografieren. Ich hatte es einige Jahre als Hobby gemacht und bis zu dem Zeitpunkt einfach immer wieder Dinge ausprobiert, um so meine Erfahrungen zu sammeln. Als ich mich Selbstständig gemacht habe, hatte ich bereits eine Großformat- (Linhof), eine Mittelformat- (Hasselblad) und eine Kleinbildkamera (Nikon) sowie eine alte Bowens Blitzanlage. Ich hatte also in meiner Zeit als Hobbyfotograf bereits das meiste technische Wissen erlangt. Und mein Hobby hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich einfach versuchen musste, meinen Traum wahr werden zu lassen und Fotograf zu werden. Was ich damals aber völlig unterschätzt habe war, was man noch so über die geschäftlichen Dinge, wie z.B. Abläufe von Produktionen, wissen muss. Da habe ich in den ersten Jahren viel Lehrgeld bezahlt und auch sehr viel gelernt.

 

Du schießt viele Editorials. Wo liegt für dich der Reiz in diesem Genre der Fotografie und was sollte man dort besonders beachten?

 

Ich mag das Thema besonders, weil man hier eine große Menge an kreativen Freiraum hat. Man kann viel experimentieren und neue Sachen machen. Es gibt aber auch einiges zu beachten. Das Wichtigste ist, wenn man eine längere Strecke schießt, diese spannend und abwechslungsreich zu halten. Ich sage immer, dass ein Betrachter nicht schon nach vier Bildern denken darf: „Ok, das, was jetzt noch kommt, ist so, wie das was ich gerade gesehen habe“. Er sollte vielmehr nach acht Bildern, die er von dir aus einer Strecke gesehen hat, denken, „schade ich hätte gerne noch acht weitere Bilder gesehen, weil es nicht langweilig wird“. Das kann man durch unterschiedliche Locations, Stylings, Anschnitte, etc. erreichen. Natürlich gibt es noch weitere Dinge, die man beachten muss, aber alles zu erklären, würde hier etwas zu weit führen.

 

B_rm11_131 Fotograf: Ralph Man
Model: Jill @ Modelpool Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
B_rm11_085 Fotograf: Ralph Man
Model: Sarah @ Modeldistrict Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
B_rm11_106 Fotograf: Ralph Man
Model: Whitney @ Modeldistrict Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
B_rm11_121 Fotograf: Ralph Man
Models: Rahel @ Modelpool Düsseldorf, Rauna @ Modeldistrict Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
B_rm11_126 Fotograf: Ralph Man
Model: Rauna @ Modeldistrict Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld


 

 

Gab es bestimmte Vorbilder, die dich in deinem Stil beeinflusst haben?

 

Direkte Vorbilder habe ich eigentlich nicht. Ich habe immer versucht meinen eigenen Weg zu finden und es in den ersten Jahren meiner Tätigkeit vermieden Fotobücher zu kaufen. Inzwischen besitze ich viele Fotobücher und bewundere viele Fotografen. Oft sogar Fotografen, die genau das Gegenteil von dem machen, was ich mache. Terry Richardson, David Lachapelle, Steven Meisel, aber auch Fotografen wie Peter Lindbergh, Herb Ritts oder Patrick Demarchelier und natürlich Klassiker wie Man Ray, der schon damals sehr experimentell war und revolutionäre Elemente in die Fotografie gebracht hat.

 

Warum ist Olympus das Werkzeug deiner Wahl?

 

Ich gebe ehrlich zu, dass Olympus früher für mich kein Thema war. Ich hatte meine Mittelformatkamera (ich habe auch heute noch eine Phaseone) und natürlich eine Vollformat DSLR. Ein kleinerer Sensor kam für mich überhaupt nicht infrage. Für mich ist die Bildqualität ein Thema, bei dem ich keine Kompromisse machen würde und das schon seitdem ich angefangen habe zu fotografieren. Ich würde mich da sogar als „Freak“ bezeichnen, der tatsächlich auch immer testet, bevor ich mit etwas arbeite! Dann bekam ich mehr oder weniger durch einen Zufall Anfang 2010 eine OM-D E-M5 in die Hände und habe mal ein wenig mit der Kamera gespielt. Die Arbeitsweise mit dieser Kamera ist so viel einfacher. Ich kann mich voll auf mein Motiv konzentrieren und nicht z.b. auf das Setzen von Autofokus Feldern, wenn ich mit großen Blenden arbeite. Was mich aber am meisten fasziniert, ist die Qualität. Ich habe damals einen Test zwischen meiner Vollformat DSLR und der OM-D gemacht und die RAW Daten in Capture One verglichen. Mein Assistent, der damals auch eine Vollformat DSLR hatte, meinte beim Betrachten des Monitors nur „schon deprimierend“. Das sagt glaube ich alles über die Qualität dieser Kamera. Seit dem Zeitpunkt ist die OM-D (heute natürlich die E-M1 II) mein Werkzeug, wenn es um schnelles flexibleres Arbeiten geht. Sie ersetzt inzwischen die DSLR vollständig als zweites Kamerasystem neben meiner Mittelformat Phaseone.

 

Welche Kamera und Objektive benutzt du für deine Arbeit, bzw. Privat? Hast du Lieblinge?

 

Als Kamera benutze ich eine OM-D E-M1 II und zwei OM-D E-M5 II Kameras. Ich arbeite ausschließlich mit Festbrennweiten, weil ich ja, wie gesagt, ein „Qualitätsfreak" bin. An Objektiven besitze ich das M.Zuiko Digital 2,0 12 mm, 1,8 17mm, 1,8 25 mm, 1,8 45 mm und das 1,8 75 mm. Meine Lieblingsbrennweite ist das 1,8 25 mm, weil es sehr universell, leicht, kompakt und lichtstark ist. Mein absolutes Lieblingsobjektiv ist allerdings das 1,8 75 mm. Da es eine grandiose Abbildungsleistung hat und man wunderschön damit freistellen kann, ist es bei Portrait- und Beautyfotografie meine erste Wahl.

 

A_rm11_080 Fotograf: Ralph Man
Model: Sarah @ Modeldistrict Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
A_rm11_084 Fotograf: Ralph Man
Model: Rahel @ Modelpool Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
A_rm11_089 Fotograf: Ralph Man
Model: Rahel @ Modelpool Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld
A_rm11_101 Fotograf: Ralph Man
Model: Rahel @ Modelpool Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
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A_rm11_115 Fotograf: Ralph Man
Model: Jill @ Modelpool Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
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A_rm11_135 Fotograf: Ralph Man
Model: Jill @ Modelpool Düsseldorf
Makeup/Hair: Carina Musitowski
Styling: Carina Musitowski / Katharina Abele
Assistenz: Matthias Höing / Andreas Langfeld

 

Hast du (in Berlin) einen Ort, zu dem du immer wiederkehrst, um dort zu fotografieren?

 

Nicht wirklich. Es gibt gerade in Berlin so viele unterschiedliche und schöne Locations, dass es mich zurzeit vielmehr fasziniert immer wieder etwas Neues zu entdecken und dort zu fotografieren. Ich glaube ein Menschenleben reicht nicht aus, um überall fotografiert zu haben, wo es spannende Orte gibt.

 

Ralph, vielen Dank für das Interview!



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